15.05.2025 – Hamburg – Holly Johnson

Eigentlich soll das hier ja ein fast reiner Fotoblog sein. Aber das, was ich am 15. Mai erlebt habe, muss einfach raus *grmpf*

Das Konzert von Holly Johnson sollte in der Großen Freiheit 36 stattfinden, direkt auf dem Kiez. Hotel war direkt nebenan.

MeinerEiner hatte VIP-Karten besorgt – im Juni 2024. Lt. Ticketverkäufer sollte ein abgesperrter Bereich vor der Bühne sein, so dass ich zustimmte, mitzukommen. Da ich zu Panikattacken tendiere, wenn mir die Menschen zu dicht auf die Pelle rücken, habe ich bzw. wir bisher Konzerte mit Sitzmöglichkeiten ausgesucht. Die einzigen Steh-Konzerte, die ich bisher besucht habe, waren jeweils die von Extrabreit letztes Jahr. Aber da war das kein Problem. Beim Konzert in Wunstorf habe ich geschützt am Rande der Bühne gestanden und im Capitol in Hannover war ich von Leuten umgeben, die mir Platz ließen.

Wir enterten das Hotel, zogen uns um und gingen an der Schlange der Leute (die fast über den ganzen Kiez ging) vorbei. Wir bekamen ein „Bändel“ um, das wars im Endeffekt. Der VIP-Bereich war quasi der gesamte Club.

Blick aus dem Zimmer im 3. Stock

Konzert sollte gegen 20 Uhr beginnen. Ok, ich versuchte mir einen Platz irgendwo zu sichern, das ich einerseits problemlos „atmen“ konnte und auch einen Blick auf die Bühne hatte. Letztendlich bin ich auf der Empore gelandet, nahe einer Treppe (Fluchtinstinkt lässt grüßen) und bis dahin (ca. 19:30 Uhr) einen recht passablen Blick auf die Bühne.

Das war mein Blick gegen 19:30 Uhr

Und das mein Blick eine Stunde später. Nachdem Holly 20nach8 auf die Bühne kam. Das Foto (bzw. alle Fotos) mit dem Handy gemacht und stark rangezoomt.

Um 20:30 Uhr war für mich persönlich das Konzert zu Ende. Mir war schlecht, ich merkte, das eine Panikattacke im Anflug war (manchmal merke ich das frühzeitig), also verließ ich meinen Platz so schnell wie möglich, lief die Treppe runter und brauchte erst mal frische Luft. So weit so gut. Oder auch nicht. Es war weder oben noch unten ein Weg durch die Menschenmassen möglich, ich hätte auch nirgends einen Platz gehabt, wo ich gesichert auf die Bühne hätte gucken können.

Da es mir immer schlechter ging (Blutzucker rauschte in den Keller), informierte ich MeinerEiner, das ich ins Hotel ging. Es war zwar schade, aber für mich nicht händelbar.

Im Hotel habe ich mir erst einmal eine große Cola genehmigt, damit wenigstens der Blutzucker angekurbelt wurde. Ging aufs Zimmer und nach einer Runde Würfelhusten ging es mir einigermaßen besser.

Mein Fazit von dem Konzert, das ich mitbekommen habe: Holly hatte eine dünne Stimme und kam nicht gut rüber. Das die Location mit 1.500 Leuten (habs am nächsten Tag in der örtlichen Presse nachgelesen) für meine Begriffe überfüllt war, konnte mir MeinerEiner bestätigen. Als das Konzert um 22 Uhr zu Ende war, wollte alle gleichzeitig die Location verlassen, was am Ausgang dann dazu führte, das viele zur Seite gedrückt wurden.

Mal ehrlich: Wenn da eine Notsituation auftritt, da gibt es mehr Verletzte durch die Panik und das Verlassen des Hauses, als durch die Notsituation selber. Ich nenne das Unverantwortlich.

Funfact am Rande (recherchiert am 27.05.2025): Offiziell dürfen in den „großen“ Saal (haha, es gibt nur einen) knapp 1.000 Leute. Also wenn ich großzügig bin, dann 1.100. Offiziell waren bei dem Konzert aber 1500 – gute 400 Menschen zu viel.

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