29.07.2023 – Minden – Nordfriedhof

Übern Friedhof schlüren

Schlüren soll aus dem osnabrückischen kommen, da ich aber aus der nordöstlichsten Ecke Nordrhein-Westfalens stamme, kenne ich den Begriff daher.

Wollte eigentlich Tiere fotografieren, aber die haben sich – bis auf zwei Ausnahmen – nicht gezeigt (weder Vögel noch Eichhörnchen), bin mit Besuchern ins Gespräch gekommen und habe die Ruhe genossen.

Der Friedhof liegt auf der einen Seite direkt an der Bundesstraße (ok, eine Häuserzeile ist dazwischen) und auf der anderen Seite an der Weser und wird von vielen als Naherholung und zum Gassigehen genutzt.

Nachdem ich keine Tiere fotografieren konnte, habe ich mir die Grabstellen genauer angesehen und auf manchen auch interessante Erinnerungsstücke gefunden.

Es gibt auch – übern das ganze Areal des Friedhofs verteilt – Erinnerungstafeln. Da ich aber nur in einem kleine Teil des Friedhofs rumgelaufen bin, habe ich nur zwei Tafeln entdeckt.

Friedhöfe sind – neben den Grabstätten – auch botanisch sehr interessant.

Naja, hier hat wohl ein Eichhörnchen vergessen, wo es ein Lager angelegt hat 😉

Kermesbeere (https://gartenakademie.com/vorsicht-giftige-kermesbeere/): Ich muss gestehen, das ich das noch nie gesehen habe.

Diese Lilien wachsen auf einer Grabstelle.

Impressionen

Ja was denn nun? Entweder oder? Nee, alles!

In Minden gibt es scheinbar eine Menge Menschen, die nicht lesen können …

Die Reihengräber (oben nur ein kleiner Ausschnitt) waren zu 80% mit irgendwelchem Schnickschnack versehen.

Und leider gehört (nachfolgendes Bild) sowas scheinbar auch dazu, das die Gassigeher die Scheisse einfach liegen lassen. Das find ich echt Scheisse! Das war im übrigen nicht der einzige Haufen, den ich gesehen habe *grmpf*

Tierische Begegnung Nr. 1

Tierische Begegnung Nr. 2 – den Sperber hörte ich schon einige Zeit im hinteren Bereich des Friedhofes. Konnte nur nicht ausmachen, wo er saß. Irgendwann hab ich ihn ganz oben in einem abgestorbenen Teil einer alten Kiefer entdeckt.

Das Kreuz gehört zu einer Aussichtsplattform, man kann das Denkmal von der Weser aus sehen

Das Grab gibt es nicht mehr, nur noch der Grabstein steht, seit über 100 Jahren.

Die Friedhofskapelle. Ein imposanter Bau, es gibt noch einen Anbau, die Kapelle ist sehr viel größer.

Bei einigen Grabstellen kam mir der Name bekannt vor, konnte ihn aber nicht zuordnen. Habe dann in einer der FB-Gruppen gefragt und man konnte mir Auskunft geben. Das Bild mit dem Rosenherz gehört übrigens mit dazu. Es handelt sich um Grabstellen einer Familie von Sintis. Es ist gut so, das auf diesem Friedhof alle ihre letzte Ruhe finden können, egal welcher Religion oder Glaubensgemeinschaft sie angehören.

Nichtsdestotrotz finde ich Friedhöfe interessant. Teils botanisch, teils geschichtlich. Wenn es irgendwann noch mal klappt, das ich nach Wien komme, dann möchte ich dort den Zentralfriedhof besuchen.

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